Kategorie-Archiv: Einblick

5. Klasse bei den Olympischen Spielen in Basel

Die 5. Klasse der Freien Schule Elztal war am 11.05. erstmals Teil eines besonderen Events in Sachen Bildung, Völkerverständigung und Frieden – den „Hermes Olympische Spielen“, die seit 19 Jahren jährlich bei Basel stattfinden.

Auf einer großen Wiese gegenüber der Waldorfschule Bierseck in Aesch südlich von Basel trafen sich fast 400 5.Klässler/innen von 18 Waldorfschulen aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland, um an den Hermes Olympischen Spielen teilzunehmen.

Alle 400 Schüler eröffneten die Spiele mit einem alten griechischen Lied, begleitet mit Trommel und Schalmei und rezitierten auf beeindruckende Weise kraftvoll den „Wagenlenker“ von J.W. v. Goethe, dann wurde das Olympische Feuer entfacht.

Die Schülerschar wurde anschließend in ihre Teams gerufen, die schul- und nationenübergreifend zusammengestellt waren, um sich für diesen Tag an 9 Stationen in den Disziplinen der olympischen Spiele zu messen: Ringen, Weitsprung, Schnelllauf, Wagenrennen, Speerwerfen, Steinwerfen, Seilziehen, Zielwerfen und Langstreckenlauf.

Es begann ein Wettkampf im Miteinander, bei dem sich die Kinder kennenlernen konnten und wahren Teamgeist entwickelten. Anfänglich noch etwas verhalten feuerten sich die Schüler in ihren Teams bald lautstark an und manche Kinder versuchten ihre Französisch-, Deutsch- oder Schwizerdytschkenntnisse aus, um auch über die Sprache in Kontakt zu kommen. Im gemeinsamen Spiel boten sich vielfältige Gelegenheiten sich zu begegnen und einfach und ungezwungen in Berührung zu kommen.
Am Ende gab es Medaillen für die Schüler mit den besten Ergebnissen in den einzelnen Disziplinen und Gold-, Silber- und Bronze-Ehrungen mit Lorbeerkränzen für die erfolgreichsten Teams, dann kehrten die Schüler in ihre Klasssen zurück.

Die Organisation der Spiele war ein Meisterwerk, das ganz die Sache in den Mittelpunkt stellte: das gemeinsame Erleben und das gemeinsame Tun. Dabei sind auch ökologische Gesichtspunkte nicht aus den Augen gelassen, denn alle Materialien und Aktionen waren bis ins Detail nachhaltig und umweltbewußt ausgewählt.

Verdienterweise haben die Spiele im Jahr 2003 eine Auszeichnung als ökologisch wertvolle Sportveranstaltung erhalten. Völkerverständigung, Friedensbildung und Naturschutz des Projektes der Schweizer Rudolf Steiner Schule Bisseck haben die UNESCO bewogen, sie 2008 in das Netzwerk der assoziierten Schulen aufzunehmen.

Es war ein unvergessliches Ereignis für 400 Schüler und für die erwachsenen Helfer – Lehrer, Eltern und Freunde. Herzlichen Dank den Initiatoren Oliver Thommen und Team!
Sehr glücklich und auch ausgepowert fuhren auch die Schüler der Freien Schule Elztal am Abend zurück. Schade, dass diese Spiele nur für die 5.Klässler stattfinden, nächstes Jahr sind dann die anderen dran!

„Der unbegangene Weg“ – Blick in die Projektwerkstatt

“Wird’s besser? Wird’s schlimmer? fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer Lebensgefährlich.”

Erich Kästner

Wer hätte das gedacht. Ist es tatsächlich möglich, einen Zeitraum von zwei Wochen nach den letzten Prüfungen für Schüler, die absehbar die Schule verlassen, noch als einen wirklichen Erfahrungsraum zu gestalten?

Wir schrieben seinerzeit vorsorglich nichts konkretes in den Epochenplan der 10. Klasse. „Projekt“ nannte wir damals diesen Zeitraum, den wir – Sophia und ich –  ganz in unserer Verantwortung wähnten. Zunächst nur für die 10. gedacht, signalisierte auch die 9. bald reges Interesse und konnte nach kurzer Abstimmung im Kollegium am Projekt teilnehmen.

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Endstation!? – Theater der 8.Klasse

Eine Voraussetzung für den Frieden ist der Respekt vor dem Anderssein
und vor der Vielfältigkeit des Lebens.

XIV. Dalai Lama

 

Ein Theaterstück von Sabine Rietdorf für die 8. Klasse

Unsere Geschichte spielt in einer mittelgroßen Stadt.
8 sehr unterschiedlichen Menschen begegnen sich alltäglich auf ihren Fahrten in der U-Bahn, von der Arbeit oder Schule kommend, zur Arbeit oder Schule fahrend, und anderweitig unterwegs. Anfangs haben sie wenig Kontakt miteinander, sondern ärgern sich eher über das Anderssein der anderen.

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